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Svenja Spieler vom LK Zug setzt sich gegen Nuria Bucher von Spono durch.
Stefan Kaiser (Zug, 01.12.23)
Sa, 02.12.2023 | Zug Sporthalle

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29:29

SPL1: Wildes Derby zwischen Zug und Spono bleibt ohne Siegerin

Stephan Santschi
04 Dezember 2023

Zug muss sich gegen die Spono Eagles mit einem 29:29-Remis begnügen, ist aber auf dem Weg zurück zu alter Stärke.

Die Vormachtstellung in der Zentralschweiz bleibt ungeklärt, zumindest in der Direktbegegnung: Im Startspiel von Anfang September trennten sich die Spono Eagles und der LK Zug mit einem 25:25-Remis. Auch am Samstag, in der Reprise, fand das Derby keine Siegerin, 29:29 stand es am Ende. «Ein Ergebnis, das sich beide verdient haben. Für uns fühlt es sich aber eher wie ein verlorener Punkt an», resümierte Zugs Trainer Silvan Häfliger. «Immerhin holten wir noch ein Unentschieden, solche Spiele haben wir auch schon verloren», befand Nottwils Aufbauerin Nuria Bucher.

Tatsächlich gaben von Beginn weg die Zugerinnen den Takt vor. Im Positionsangriff taten sie sich gegen die kompakt und robust verteidigenden Luzernerinnen zwar schwer. Doch wenn sie aufs Tempo drückten, wenn sie im Umschaltspiel die noch fehlende Organisation des Gegners ausnutzten oder wenn sie dessen offensive Unachtsamkeiten mit Gegenstössen bestrafen konnten, dann waren sie in ihrem Element. Kurz vor der Pause schraubte der LKZ das Skore erstmals auf eine Differenz von vier Treffern (15:11) hoch.

Nuria Bucher hält Spono im Spiel

Die routiniertere Equipe aus Nottwil liess sich aber nicht aus der Ruhe bringen und hatte mit Nuria Bucher eine Anführerin, die viel Verantwortung übernahm. Die 18-jährige Schweizer Nationalspielerin stand für einmal in der Startformation der Spono Eagles. Auch in der etwas gar wilden Startphase der zweiten Halbzeit verlor sie nicht die Übersicht, dank ihren Toren, zwölf an der Zahl, wahrte Spono den Anschluss und schaffte in der 57. Minute erstmals seit der 14. Minute (6:6) wieder den Ausgleich (29:29).

Anschliessend hatten beiden Teams noch die Möglichkeit zum Sieg, die Kraft zum Luckypunch war in Folge eines harten und mit mehr als 20 technischen Fehlern überwürzten Abnützungskampfs jedoch nicht mehr vorhanden. Für den LKZ war der Punktgewinn ein weiterer Schritt in eine Normalität, die in der letzten Saison verloren gegangen war. Der Doublegewinner des Jahres 2021 musste sich durch die Abstiegsrunde quälen, «das ist noch in den Köpfen drin», sagt Trainer Häfliger. Aktuell steht sein Team auf dem guten dritten Platz, das Erreichen der Finalrunde (Top 6) ist in Sichtweite. «Wenn wir dieses primäre Ziel geschafft haben, können wir wieder befreiter aufspielen.»

Die Zuger Rädchen beginnen zu greifen

Mit den Fortschritten ist Häfliger, der gemeinsam mit Abwehrspezialist Patrick Strebel seit dem letzten Sommer die Verantwortung an der Seiten­linie trägt, zufrieden. «Die Rädchen beginnen allmählich ineinanderzugreifen, wir werden nervenstärker, auch die Stimmung ist besser als im letzten Jahr», erklärt der Chefcoach, und er betont: «Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. Wir möchten Freude am Handball haben, frech und unberechenbar bleiben.» Dann ist der LKZ womöglich bald wieder da, wo er war: auf dem Gipfel des Schweizer Frauen-Handballs.

Dort möchten gerne auch die Adler vom Sempachersee wieder landen. Ihr Flug ist nach den Turbulenzen zu Saisonbeginn mit vielen Verletzungen stabiler geworden, nun geht es darum, die Flughöhe zu halten, oder wie es Nuria Bucher formuliert: «Wir müssen konstanter werden und unser Spiel durchziehen. Jene Phasen, in denen wir hastig spielen oder zu viel wollen, gilt es zu reduzieren.» Und so ist derzeit zwar die Vormachtstellung in der Zentralschweiz ungeklärt, an der nationalen Spitze zieht der LC Brühl aus St. Gallen aber immer einsamere Kreise.

LK Zug – Spono Eagles 29:29 (16:14)

Sporthalle. – 250 Zuschauer. – SR Hardegger/Hardegger. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Zug, 4-mal 2 Minuten gegen Spono. – Zug: Huber (8 Paraden)/Knörr (2)/Abt (1); Steinmann (5 Tore), Bächtiger (3), Stutz (3/2), Heinzer (5/1), Rüegg, Schürmann (2); Spieler (9), Zaetta, Hasler-Petrig (2), Loretz, Gwerder. – Spono: Schaller (9 Paraden)/Zürcher (1); Mia Emmenegger (6 Tore), Hodel (2), Matter (1), Bucher (12/5), Stuttfeld, Boesen (2), Stähelin; Ana Emmenegger (4), Snedkerud, Amrein (1), Zumstein (1). – Bemerkungen: Knörr pariert Penalty von Bucher (4./2:1). Schaller pariert Penalty von Stutz (22./10:8).

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