Der LK Zug bodigt Brühl St. Gallen mit 32:31. Die Zugerinnen haben eine tolle erste Halbzeit gezeigt, dann sind sie temporär eingebrochen. Doch mit vereinten Kräften fanden sie wieder ins Spiel zurück

«Wir sind zurück im Kampf um den Playoff-Final. Eine starke Leistung war das», freute sich LKZ-Spielerin Martina Traber (23, Rückraum) nach dem siegreichen Spiel am Samstag gegen Brühl. Das Team des Trainerduos Damian Gwerder/Peter Stutz besiegte die Ostschweizerinnen in einem an Spannung kaum zu überbietenden Duell in der Zuger Sporthalle mit 32:31 (20:12). Den Siegestreffer in der Sporthalle vor 220 Fans gelang Yael Gwerder (22, Rückraum) sechs Sekunden vor Schluss. Martina Traber, die fünf Treffer gegen Brühl erzielte, meinte weiter: «Wir sind happy und erleichtert, dass wir die beiden Punkte in Zug behalten konnten. Doch es war ein Zittersieg, der nicht hätte sein müssen.»

Stimmt. Zur Pause führte der LKZ nach beeindruckenden 30 Minuten nämlich mit 20:12. Traber: «Wir haben den Start in Durchgang zwei völlig verschlafen und Brühl wieder ins Spiel kommen lassen. Wir sind letztendlich mit einem blauen Auge davongekommen.» Rekordmeister Brühl konnte bis zur 38. Minute auf 20:23 verkürzen. Die Spannung war zurück.

«Der Sieg war verdient und enorm wichtig.»

Peter Stutz | Co-Trainer LK Zug

Am Schluss noch eine enge Angelegenheit

Die weitere Torfolge bestätigt, dass der Ausgang der Partie auf Messers Schneide stand: 26:24 (45. Minute); 29:27 (51. Minute) und 31:29 (54. Minute). Trotz des erstmaligen Ausgleichs (31:31; 56. Minute) bewahrte der LKZ im Schlussfinish kühlen Kopf, auch dank den beiden wichtigen Paraden (58.; 59. Minute) der 23-jährigen Torhüterin Marion Ort, welche Brühls erstmalige Führung verhinderte.

Letztendlich waren die beiden Punkte wichtig, die nun die Zugerinnen wieder auf den Playoff-Final hoffen lassen. Dank dem neunten Sieg im 13. Spiel hat der LK Zug nur noch vier Zähler Rückstand auf die zweitplatzierten Ostschweizerinnen. «Mit der Leistung in der ersten Halbzeit können wir sehr zu­frieden sein. An diesen Auftritt im ersten Durchgang gilt es in den kommenden Spielen anzuknüpfen, dann können wir mit den beiden Topteams Spono ­Eagles und Brühl mithalten. Dass wir viel Qualität haben, zeigten wir heute phasenweise», so LKZ-Topskorerin Sibylle Scherer (26, Rückraum). Mit neun Treffern steuerte sie in einem überzeugenden Kollektiv viel zum Sieg bei.

Auch Routinierin Soka Smitran (34, Kreis) konnte sich mit sechs Toren auszeichnen. Gefreut hatte sich auch Co-Trainer Peter Stutz (55): «Der Sieg war verdient und enorm wichtig. Mit dem LKZ ist wieder zu rechnen. Es war kein einfaches Spiel für uns, denn wir mussten unbedingt siegen. Das Team zeigte grossen Charakter.» Der Blick auf die Tabelle ist auch Zuger Sicht wieder vielversprechend. Eine Runde vor Qualifikationsschluss liegt der LKZ mit 18 Punkten an dritter Stelle.

Das nächste Spiel für den LKZ ist eine Pflichtaufgabe

Souveräner Leader sind die Spono Eagles (24 Punkte), dahinter liegt Brühl (22 Punkte), die wieder in Zugs Reichweite sind. Zum Abschluss gastiert der LKZ am nächsten Samstag (16 Uhr, Saalsporthalle) bei GC Amicitia Zürich. Zwei Punkte sind Pflicht. Die Zürcherinnen liegen mit nur gerade drei Punkten aus 13 Partien am Tabellenende. In der Rangliste der Top 4 in der SPL1 stehen die Spono Eagles, Brühl St. Gallen, der LK Zug und Rotweiss Thun. Diese vier Teams haben sich gleichzeitig schon eine Runde vor Schluss der Qualifikationsrunde für die Finalrunde qualifiziert.

Michael Wyss | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zug – Brühl St. Gallen 32:31 (20:12)

Sporthalle. – 220 Zuschauer. – SR Castineiras, Zwahlen. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Zug. – Zug: Betschart/Ort; Ravlic; Traber (5), Scherer (9/2), Müller, Egli (4), Stutz, Csebits (1), Van Polanen, Kähr (4), Gwerder (3), Kägi, Smitran (6).

Tabelle SPL 1

1. Spono Eagles 24 Punkte (404:288). 2. Brühl 22 (391:305). 3. LK Zug 18 (395:337). 4. Rotweiss Thun 18 (355:305). –Die Punkte und das Torverhältnis werden in die Finalrunde (12 Partien) mitgenommen.