Der LK Zug gewinnt gegen Rotweiss Thun 37:29 in der SPL1. Die Differenz schaffen die Gastgeberinnen erst in der zweiten Halbzeit, haben davor aber von ihrer Stärke in der Kaderbreite profitiert.

Soka Smitran wollte nicht einfach ein Tor schiessen: Sie wollte ein Zeichen setzen. Die mit 34 Jahren mit Abstand Teamälteste beim LK Zug wählte statt des sicheren Sprungwurfs einen Abschluss aus zehn Metern und schoss den Ball wuchtig unter die Latte. Sie sandte damit vier Sekunden vor Schluss der ersten Halbzeit der gestrigen Partie gegen Thun die Botschaft aus: Wir sind da.

 hat der LK Zug dank des gestrigen Siegs in seiner Vereinsgeschichte in der höchsten Liga geholt. Der Drittplatzierte der ewigen Tabelle hat damit «nur» noch 400 Zähler Rückstand auf die zweitplatzierten Spono Eagles.

Das war zuvor tatsächlich nicht ganz klar gewesen. Physisch wohl präsent, machten die Zugerinnen nach einem vielversprechenden Start einen fahrigen Eindruck. Nach dem 2:0 dauerte es fast zehn Minuten, ehe sie wieder trafen. Die Gäste lagen zu diesem Zeitpunkt mit 6:2 in Führung und bauten den Vorsprung bis vier Minuten später auf sechs Treffer aus (4:10 in der 16. Minute). Unter anderen hatte die vormalige Zugerin Annina Ganz dreimal getroffen.

750

Punkte hat der LK Zug dank des gestrigen Siegs in seiner Vereinsgeschichte in der höchsten Liga geholt. Der Drittplatzierte der ewigen Tabelle hat damit «nur» noch 400 Zähler Rückstand auf die zweitplatzierten Spono Eagles

Auf Zuger Seite konnte sich bis dahin niemand gegen den Widerstand auflehnen. Die Ligatopskorerin Sibylle Scherer hatte sowohl offensiv – 1 Tor – als auch in der Deckung einen schwachen Auftritt. Mit den fortdauernden Wechseln zeigte sich aber, dass der LKZ in der Breite deutlich besser besetzt ist als Thun. Alena Müller zeigte im Mittelblock eine starke Leistung. Und vorn waren sechs verschiedene Torschützinnen dafür zuständig, dass es bis zur Pause unentschieden stand.

Nach dem Seitenwechsel lagen die Zugerinnen nie mehr im Rückstand. Jetzt nahm die Partie ihren erwarteten Gang. Und als die Thunerinnen aus einer doppelten Überzahl nur einen Treffer gutmachten – vom 19:16 zum 20:18 –, war die Entscheidung nah. Schliesslich gewann Zug deutlich mit 37:29. Und Sibylle Scherer skorte am Ende doch noch zweistellig (10 Treffer).

Raphael Biermayr | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Vorschau
 
08.10.2017 | 13:30 Uhr
Yellwo Winterthur - LK Zug
Winterthur Eulach 2 B
SPL1