Handball Brühl, der Favorit aus der Ostschweiz, gewann das Finalspiel des Indoor Sports Supercup gegen Zug vor 1050 Zuschauern in der Saalsporthalle Zürich verdientermassen mit 35:31. Bereits zur Pause führte der SPL1-Doublesieger mit einer Differenz von sieben Treffern (20:13).

Das Team von Damian Gwerder und Peter Stutz zeigte sich jedoch kämpferisch und konnte den Rückstand zweimal bis auf vier Treffer verkürzen (36.: 19:23; 39.: 21:25). Spannend wurde es dann, als die Zugerinnen noch näher an den Ausgleich kamen und das 22:25 (40.), 24:27 (44.) und 27:29 (50.) erzielten. Doch der Favorit gab die Antwort postwendend, schraubte in dieser Phase wieder einen Gang höher und sorgte bis fünf Minuten vor Schluss mit dem 33:28 für die definitive Entscheidung. In einem torreichen Duell war die erfolgreichste Werferin im Dress des LK Zug Sibylle Scherer (Rückraum) mit zehn Treffern. Stark war auch die Leistung von Martina Traber (Rückraum), die neun Treffer für den LKZ erzielte und zur besten Spielerin ihres Teams gewählt wurde. Traber: «Wir machten zu viele Fehler und haben sicher nicht unser bestes Spiel gezeigt. Schade. Es war eine gute Standortbestimmung für uns. Nun wissen wir, wo wir den Hebel ansetzen müssen.» Wo? Traber: «In defensiver und offensiver Hinsicht müssen wir uns klar steigern. Der Gegner kam sehr leicht zu den Treffern, und wir sündigten im Abschluss zu oft.»

«Wäre schöner Zusatz gewesen»

Somit müssen die Zugerinnen auf den zweiten Supercup-Titel warten. Sie gewannen diesen Wettbewerb, der 2015 ins Leben gerufen wurde, erstmals bei der Premiere. Für den LKZ ist der erste Titel dieser neuen Saison weg. «Der Supercup wäre einfach ein schöner Zusatz gewesen neben den beiden nationalen Meisterschaften, die klar im Fokus stehen. Doch wenn du im Final stehst, willst du einfach gewinnen.»

Michael Wyss

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Brühl – Zug 35:31 (20:13)

Zürich, Saalsporthalle. – 1050 Zuschauer. – SR Boskoski, Stalder. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Brühl; 2-mal 2 Minuten gegen Zug. – Torfolge: 2:0, 5:3, 10:6, 15:12, 18:12, 20:15, 23:19, 29:26, 33:27. – Zug: Betschart/Ort; Ravlic (4), Traber (9), Scherer (10/4), Müller, Egli (4), Stutz, van Polanen, Kähr, Gwerder, Kägi (1), Smitran (3).