Bachelor Nietlispach trainiert Zuger Handballerinnen

Seit zwei Jahren schlaucht Bachelor Janosch Nietlispach die Handballerinnen des LK Zug. Statt Rosen gibt es dort knallharte Trainings.

Leicht bekleidet liegt Janosch Nietlispach (27) auf dem Bett eines Luxus-­Resorts in Thailand. Links im Arm die blonde Kristina, rechts die dunkelhaarige Vesna, beide in Spitzenunterwäsche gehüllt. Die beiden Freundinnen sind zwei der 21 Kandidatinnen in der Kuppel-Show «Der Bachelor», die ab Montag auf 3+ läuft.

Schweiss und Schmerzen

Heiss geht es auch in Hünenberg zu und her. Doch anders als in Thailand geht der Kickbox-Weltmeister mit dem Adoniskörper mit den Frauen hier nicht auf Tuchfühlung. Im Gegenteil. Statt Rosen zu verteilen, treibt er die NLA-Handballerinnen des LK Zug in seinem Crossfit-Studio an ihre Grenzen. Schweiss, Schmerzen und Muskelkater statt Blumen.

Seit zwei Jahren arbeitet Nietlispach mit den Zugerinnen zusammen. Jeweils einmal in der Woche für anderthalb Stunden. «Es ist sehr intensiv, und die Ladys arbeiten extrem professionell», lobt der Chamer. Dass die Frauen auch ab und zu über ihn fluchen, nimmt er in Kauf. «Sie sollen das rauslassen. Und im Training bin ich knallhart.»

Das bestätigt auch Kreisläuferin Alena Müller (24): «Fürs Crossfit musst du dich überwinden. Das Aufwärmen haben wir auch schon draussen im Schnee gemacht. Wir profitieren vor allem im mentalen Bereich vom Crossfit.» Nach drei Siegen aus vier Spielen belegt der LKZ Rang drei. Die einzige Niederlage gabs gegen Meister Spono.

«Wir sind ein sehr junges Team, und der Zusammenhalt ist unsere Stärke. Obwohl die Stimmung von Anfang an gut war, ist es eine positive Überraschung, wie gut es bereits läuft», sagt Müller. Ziel sei die Finalrunde, Traum der fünfte Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Weil die Trainings jeweils am Dienstag, also am Tag nach der Ausstrahlung der Sendung, stattfinden, dürfte künftig wohl auch der eine oder andere Spruch fallen. «Aber wir sehen Janosch als unseren Trainer, der uns besser machen will, und nicht als Bachelor. Das Training hat sich ja dadurch nicht verändert», so Müller.

Rose für Kreisläuferin

Trotzdem die Frage: An welche drei Zugerinnen würde der Bachelor eine Rose verteilen? «Gute Frage. An Nina van Polanen, Svenja Stutz und Alena Müller», sagt Nietlispach. «Oha! Das ist aber schön», freut sich Müller. Für sie zählt trotzdem nur eines: der sportliche Erfolg.
Publiziert am 06.10.2016 | Aktualisiert um 07:27 Uhr| Text- und Bildquelle: www.blick.ch