Der neue LK-Zug-Präsident Michael Tremp spricht über seine Erwartungen vor dem morgigen Start der SPL-1-Handball-Saison.

Michael Tremp, Sie wurden an der Generalversammlung zum neuen LKZ-Präsidenten gewählt. Was hat Sie motiviert, dieses Amt zu bekleiden?

Michael Tremp: Ich war selber während vieler Jahre ein begeisterter Handballer. Nach dem Rücktritt vom Aktivsport war mir klar, dass ich eines Tages dem Handball gerne etwas zurückgeben möchte. Da der Handballvirus nun meine beiden Töchter erreicht hat, habe ich die Anfrage zum Vereinshöchsten gerne positiv beantwortet. Ich möchte das Präsidium genauso engagiert, verantwortungsvoll und erfolgreich ausüben, wie mein Vorgänger Matthys Hausherr das bereits während 16 Jahren gemacht hat.

Welche Verbindung haben Sie zum Handballsport?

Tremp: Ich spielte früher beim BSV Stans. Die Liebe zum Handballsport ist bis heute geblieben. So habe ich auch die jüngsten Erfolge des LK Zug in der SPL 1 in der Sporthalle intensiv mitverfolgt. In der bevorstehenden Saison freue ich mich deshalb besonders auf die Duelle zwischen dem LKZ und Stans.

Was trauen Sie dem Fanionteam zu?

Tremp: Ich teile die Zielvorgabe des Trainerduos Damian Gwerder und Peter Stutz, die Finalrunde und das Cupfinal-Turnier zu erreichen. Haben wir das geschafft, können wir uns neu orientieren. Nach den Abgängen wichtiger Spielerinnen befinden wir uns jedoch im Umbruch. Dies ist zugleich eine grosse Chance für den Nachwuchs, sich in der SPL 1 zu beweisen.

Ist der LKZ überhaupt konkurrenzfähig? Wie realistisch ist ein Titel in der Meisterschaft oder im Cup?

Tremp: Eine Prognose abzugeben, ist sicher schwierig. Realistisch betrachtet rechne ich diese Saison mit keinem Titel. Ich lasse mich aber gerne überraschen. Wichtig ist, dass wir nun eine schlagkräftige Mannschaft aufbauen können, die in absehbarer Zeit wieder erfolgreich sein kann. Ich spüre viel Enthusiasmus im Verein, der Wille und die Bereitschaft sind vorhanden.

Am Samstag gastiert der LKZ zum SPL-1-Auftakt beim Aufsteiger Kreuzlingen (16.00, Sporthalle Egelsee). Ein Sieg ist Pflicht.

Tremp: Das wissen wir natürlich. Ein Erfolgserlebnis zu Beginn einer neuen Spielzeit ist immer wichtig. Doch wir dürfen diesen Gegner nicht unterschätzen. Als Aufsteiger hat er gegen uns nichts zu verlieren. Wir sind gewarnt.

Michael Wyss | Neue Zuger Zeitung vom 09.09.2016

Zur Person

Michael Tremp ist 42 Jahre alt, er lebt in Baar und arbeitet auch dort als Rechtsanwalt. Als Hobbys bezeichnet der Stanser die Familie (er ist verheiratet und Vater zweier Mädchen), den Sport und das Wandern.