Die Frauenabteilung des LK Zug hat Sponsoren und Fans zum Abschluss eingeladen. Dabei blickt der Verein hoffnungsvoll in die Zukunft.

«Dieser Anlass ist uns wichtig. Hier können wir unseren Sponsoren und den dem Verein nahestehenden Personen etwas zurückgeben», so Peter Stutz, Co-Trainer des LK Zug SPL1-Teams. «Auch wenn wir diese Saison in der höchsten Liga keinen Titel in der Meisterschaft oder im Schweizer Cup gewinnen konnten, werden wir heute auf die vergangene Saison anstossen und Rückblick halten. Das haben alle Chrampferinnen und Chrampfer, die im Verein grossartige Arbeit leisteten, auch verdient. Wir können stolz sein auf unsere Handballabteilung, die schweizweit grosses Ansehen und Akzeptanz geniesst», freute sich LKZ-Präsident Matthys Hausherr. Er tritt übrigens an der Generalversammlung im August von seinem Amt zurück und wird vom 42-jährigen Rechtsanwalt Michael Tremp ersetzt.

Zurück zum Sportlichen: So ganz erfolglos blieben die SPL1-Frauen ja dann doch nicht. Schon etwas vergessen geraten ging der im September im Hallenstadion Zürich bejubelte Indoor-Sports-Supercup, der zum ersten Mal ausgetragen wurde. «Dass wir nicht jede Saison das Double gewinnen können wie in den letzten beiden Spielzeiten, war klar. Die Spono Eagles und Brühl waren in den letzten Wochen und Monaten einfach besser. Das müssen wir akzeptieren. Diese Saison waren wir nicht gut genug. Doch unsere Zeit wird wieder kommen. Ganz bestimmt», glaubt Co-Trainer Damian Gwerder. «Ans Herz gewachsen»

Die Philosophie des LKZ heisst auch in Zukunft, «auf Eigengewächse zu setzen. So können wir langfristig erfolgreich bleiben», ist Hausherr überzeugt. Und Stutz fügt hinzu: «Wir könnten es uns einfach machen und Profis engagieren, die für kurzfristigen Erfolg garantieren, wie es andere Teams machen. Doch wir leben eine andere Strategie vor beim LKZ. Unseren Eigengewächsen gehört die Zukunft.» Apropos Nachwuchs: Die LKZ-Frauen-U-19-Elite feierte in dieser Saison den Schweizer-Meister-Titel. «Wahnsinn, was dieses Team leistete. Wir sind sehr stolz auf das Vollbrachte», zeigten sich Trainer Silvan Häfliger und sein Assistent Michael Schlegel glücklich. Christoph Sahli, LKZ Nachwuchs-Chef: «Unsere Entwicklung im Nachwuchsbereich stimmt. Wir verfügen über top-ausgebildete Trainer, die alle einen tollen Job verrichten. Ich spüre viel Leidenschaft und eine grosse Begeisterung für die Marke LKZ.» Wie gross die Liebe zu seinem Verein LKZ ist, beweist auch der langjährige Speaker Hansjörg Greter, der während einer Saison für rund 110 Spiele das Mikrofon in den Händen hält: «Der LKZ ist mir einfach in den letzten Jahren ans Herz gewachsen und ist Teil meines Lebens geworden. Ich fühle mich sehr wohl hier. Ein super Verein.» Am Ende einer Saison heisst es auch immer wieder, sich von Spielerinnen zu verabschieden: Mit Lynn Schwander, Ariane Geissmann (beide Rücktritte) und Annina Ganz (wechselt zum Ligakonkurrenten Rotweiss Thun) haben gleich drei routinierte Spielerinnen Zug verlassen. Schwander: «Es war eine wunderbare Zeit hier. Die Erinnerungen werden immer bleiben. Die Meistertitel und Cupsiege der letzten beiden Jahre, das war grandios. Mein Engagement beim LKZ hier hat mich positiv geprägt.» «Liebe Menschen kennen lernen»

Auch nicht mehr dabei ist die gute Seele Orlando Tramonti, der sich als Betreuer, Masseur und Physiotherapeut einen verdienstvollen Namen beim LKZ geschaffen hat: «Als Urner bin ich natürlich Eishockeyfan des HC Ambri Piotta und hätte nicht mal im besten Traum geglaubt, dass ich eines Tages einmal in Zug bei einem Verein landen würde», lachte der Urner. «Zug ist ein rotes Tuch für jeden Fan der Biancoblu. Doch der LKZ hat mein Herz mit Sympathie schnell erobert, so viel gegeben und bedeutet mir heute unheimlich viel. Ich durfte hier auch liebe Menschen kennen lernen. Ich bin stolz, dass ich einen Teil dieses Puzzles über die letzten sechs Jahre sein durfte.»

Michael Wyss