Die Zugerinnen verlieren das SPL1-Spitzenspiel in der Finalrunde gegen Brühl mit 29:31. Es war eine besonders ärgerliche Niederlage – auch wegen der Bedeutsamkeit der Partie.

Der LK Zug agierte im Spiel gegen Brühl zu fehlerhaft und wurde dafür bestraft. Das Team des Trainerduos Damian Gwerder und Peter Stutz kassierte eine 29:31-Niederlage vor heimischer Kulisse. «Das wurmt mich sehr, denn wir führten zwischenzeitlich sogar mit einer Differenz von vier Toren», zeigte sich Zugs Routinière Soka Smitran (34) nach dem Spiel enttäuscht. Tatsächlich: Mit 13:9 und 14:10 lag der LKZ in der ersten Halbzeit in Führung, konnte diesen Vorsprung aber nicht verwalten.

Brühl drehte die Partie und lag in der zweiten Halbzeit immer in Führung, allerdings nie mit mehr als drei Treffern, was bis am Schluss für Spannung sorgte. «Mit 21 Fehlschüssen und 10 technischen Fehlern war die Fehlerquote im Spiel natürlich sehr hoch, was das Siegen gegen einen solchen Gegner praktisch unmöglich macht. Unsere Abschlüsse waren überhastet, und wir bekamen einfache Gegentore», nennt Smitran die Gründe für die Niederlage. Die Kreisläuferin übrigens war mit Martina Traber (23, Rückraum) die erfolgreichste Werferin der Zugerinnen (je 6 Treffer). Der LKZ zeigte im Duell mit den Ostschweizerinnen sicher nicht sein wahres Gesicht. Er kann es besser. Nach dieser Niederlage hat der LKZ wieder vier Punkte Rückstand auf die Brühlerinnen und den zweiten Platz. «Noch ist der Mist nicht geführt», glaubt Smitran und zeigte sich gleichzeitig kämpferisch und optimistisch: «Uns bleiben noch zehn Partien, um die Hypothek wettzumachen. Alles ist noch möglich.»

Am Freitag in Nottwil

Das trifft zu. Allerdings benötigen die Zugerinnen am nächsten Freitag ein Erfolgserlebnis. Dann reist das Team nach Nottwil zum nächsten Spitzenkampf gegen den Tabellenleader Spono Eagles (19.30, SPZ). Punkte in diesem Duell sind Pflicht, damit es weiterhin mit dem zweiten Tabellenrang liebäugeln kann. Es ist davon auszugehen, dass Brühl gegen Thun gewinnen wird. Eine weitere Niederlage für die Zugerinnen könnte die frühe Vorentscheidung um Kampf um einen Final-Platz bedeuten.

Michael Wyss | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zug – Brühl St.Gallen 29:31 (15:15)
Sporthalle. – 280 Zuschauer. – SR Meier/Henning. – Strafen: 1-mal 2 Min. gegen Zug; 3-mal 2 Min. gegen Brühl. – LK Zug: Ort/Betschart; Ravlic, Traber (6), Scherer (4/1), Egli (2), Stutz, Csebits (3), Van Polanen (1), Kahr (5), Gwerder (2), Kägi, Smitran (6), Hess