News Home SPL1

SPL1: Ein Rückschlag für den LK Zug

Die Zugerinnen verlieren das SPL1-Spitzenspiel in der Finalrunde gegen Brühl mit 29:31. Es war eine besonders ärgerliche Niederlage – auch wegen der Bedeutsamkeit der Partie.

Der LK Zug agierte im Spiel gegen Brühl zu fehlerhaft und wurde dafür bestraft. Das Team des Trainerduos Damian Gwerder und Peter Stutz kassierte eine 29:31-Niederlage vor heimischer Kulisse. «Das wurmt mich sehr, denn wir führten zwischenzeitlich sogar mit einer Differenz von vier Toren», zeigte sich Zugs Routinière Soka Smitran (34) nach dem Spiel enttäuscht. Tatsächlich: Mit 13:9 und 14:10 lag der LKZ in der ersten Halbzeit in Führung, konnte diesen Vorsprung aber nicht verwalten.

Brühl drehte die Partie und lag in der zweiten Halbzeit immer in Führung, allerdings nie mit mehr als drei Treffern, was bis am Schluss für Spannung sorgte. «Mit 21 Fehlschüssen und 10 technischen Fehlern war die Fehlerquote im Spiel natürlich sehr hoch, was das Siegen gegen einen solchen Gegner praktisch unmöglich macht. Unsere Abschlüsse waren überhastet, und wir bekamen einfache Gegentore», nennt Smitran die Gründe für die Niederlage. Die Kreisläuferin übrigens war mit Martina Traber (23, Rückraum) die erfolgreichste Werferin der Zugerinnen (je 6 Treffer). Der LKZ zeigte im Duell mit den Ostschweizerinnen sicher nicht sein wahres Gesicht. Er kann es besser. Nach dieser Niederlage hat der LKZ wieder vier Punkte Rückstand auf die Brühlerinnen und den zweiten Platz. «Noch ist der Mist nicht geführt», glaubt Smitran und zeigte sich gleichzeitig kämpferisch und optimistisch: «Uns bleiben noch zehn Partien, um die Hypothek wettzumachen. Alles ist noch möglich.»

Am Freitag in Nottwil

Das trifft zu. Allerdings benötigen die Zugerinnen am nächsten Freitag ein Erfolgserlebnis. Dann reist das Team nach Nottwil zum nächsten Spitzenkampf gegen den Tabellenleader Spono Eagles (19.30, SPZ). Punkte in diesem Duell sind Pflicht, damit es weiterhin mit dem zweiten Tabellenrang liebäugeln kann. Es ist davon auszugehen, dass Brühl gegen Thun gewinnen wird. Eine weitere Niederlage für die Zugerinnen könnte die frühe Vorentscheidung um Kampf um einen Final-Platz bedeuten.

Michael Wyss | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zug – Brühl St.Gallen 29:31 (15:15)
Sporthalle. – 280 Zuschauer. – SR Meier/Henning. – Strafen: 1-mal 2 Min. gegen Zug; 3-mal 2 Min. gegen Brühl. – LK Zug: Ort/Betschart; Ravlic, Traber (6), Scherer (4/1), Egli (2), Stutz, Csebits (3), Van Polanen (1), Kahr (5), Gwerder (2), Kägi, Smitran (6), Hess

SPL1: Richtungsweisend für den LK Zug

Nach dem siegreichen Auftakt in die SPL1-Finalrunde (35:25 gegen Thun), steht für den LK Zug am zweiten Spieltag bereits eine richtungsweisende Partie auf dem Programm.

Morgen gastiert mit Brühl der ersten Mitstreiter im Kampf um den Playoff-Final in der Sporthalle (Spielbeginn um 18 Uhr). Ein Blick auf die Tabelle bestätigt die Tragweite: Hinter dem souveränen Leader Spono Eagles (28 Punkte) steht Brühl mit 24 Zählern in der Rangliste. An dritter Stelle rangieren die Zugerinnen mit zwei Punkten Rückstand auf die Ostschweizerinnen. Mit einem weiteren Erfolg könnte der LKZ mit den Brühlerinnen gleichziehen.

Der Zuger Co-Trainer Peter Stutz sagt: «Wir wissen um die Wichtigkeit dieser Partie. Wir sind nun wieder nahe dran am Finalplatz. Mit einer kompakten Defensivleistung, tiefen Fehlerquoten und gesunder Härte wollen wir gegen die Brühlerinnen den zweiten Sieg dieser Finalrunde feiern. Ich bin guten Mutes, dass wir mit einer geschlossenen Teamleistung uns diese Big-Points holen.»

Die Zugerinnen benötigen eine nahezu perfekte Leistung, um den morgigen Gegner zu bezwingen. Diese beiden Teams standen sich während der laufenden Saison zwei Mal in der Qualifikation gegenüber: Der LKZ siegte einmal (32:31) und verlor einmal (23:25). (mwy)

Vorschau
 
17.02.2018 | 18:00 Uhr
LK Zug - LC Brühl
Zug Sporthalle
SPL1

SPL1: Der LK Zug ist gewarnt

Zum Auftakt der zwölf Matches umfassenden SPL1-Finalrunde empfängt der LK Zug am Sonntag Rotweiss Thun (18.00, Sporthalle Zug)

Gegen die Berner Oberländerinnen, die mit nur zwei Punkten Rückstand auf die Zugerinnen starten, unterlagen die Zugerinnen im letzten Match der Qualifikation (21:24). Nun ist ein Sieg Pflicht, soll der Final noch erreicht werden. Noch ist es spannend, denn der drittplatzierte LKZ hat zu Beginn der Finalrunde nur vier Punkte Rückstand auf die Brühlerinnen (2. Rang, 24 Punkte) und liegt sechs Zähler hinter dem Leader Spono Eagles (26). Da sich zum Auftakt der Finalrunde auch Spono und Brühl gegenüberstehen, kann der LKZ den Anschluss an den zweiten Rang schaffen.

Die zweite Mannschaft des LKZ beginnt die SPL2-Abstiegsrunde morgen beim Schlusslicht Spono Eagles II (16.30, Kirchmatte, Nottwil). (mwy)

SPL1. Finalrunde. Ausgangslage: 1. Spono Nottwil 26. 2. Brühl St. Gallen 24. 3. Zug 20. 4. Rotweiss Thun 18.

Vorschau
 
Sonntag 11.02.2018 | 18:00 Uhr
LK Zug Handball - DHB Rotweiss Thun
Zug Sporthalle
SPL1

SPL1: LKZ hat seine Pflicht erfüllt

Die Damen des SPL1 starten die Finalrunde mit einem Sieg gegen Rotweiss Thun. Nun rüsten sich die Zugerinnen für das Spiel gegen die Brühlerinnen.

Das SPL1-Team des LK Zug startete gestern Abend in der Sporthalle Zug vor rund 200 Fans erfolgreich (35:25-Sieg gegen Rotweiss Thun) in die Finalrunde.

Die Vorgabe für das erste Duell gegen die Gäste aus dem Berner Oberland war klar: Ein Sieg musste her! Und das Team des Trainerduos Damian Gwerder und Peter Stutz wurde seiner Favoritenrolle dann auch gerecht. Der LKZ führte zur Pause mit 19:13 und liess in der Folge nichts anbrennen. Der Favorit besiegte den Gast letztendlich auch in der Höhe verdient mit 35:25. «Wir waren uns um die Wichtigkeit dieses Duells bewusst. Für uns war es bereits ein Spiel mit Cupcharakter. Den Test haben wir bestanden», freute sich Ivana Ravlic (25, Rückraum). Und Torhüterfrau Marion Ort (23) meinte: «Heute war es einfach wichtig, dass wir siegen, damit wir weiter am zweiten Rang schnuppern können.»

«Den Test haben wir bestanden.»

Ivana Ravlic | LK Zug

Dank diesem Erfolg und der gleichzeitigen 24:27-Niederlage von Playoff-Final-Mitstreiter Brühl bei den Spono Eagles liegt der LKZ nur noch zwei Zähler hinter den Ostschweizerinnen. Damit ist die Spannung im Kampf um den Playoff-Final (Top 2) definitiv zurück. Am kommenden Samstag, 17. Februar, um 18 Uhr in der Sporthalle kommt es nun zum Duell mit den Brühlerinnen. Sollten die Zugerinnen einen weiteren Sieg erlangen, so wären sie punktgleich mit den Ostschweizerinnen, und das Rennen um das Finalticket wäre nach dem zweiten von insgesamt zwölf Spieltagen so richtig lanciert.

Michael Wyss | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zug – Rotweiss Thun 35:25 (19:13)
Sporthalle. – 200 Zuschauer. – SR Brunner, Salah. – Torfolge: 1:0, 3:2, 7:4, 10:5, 16:10, 23:16, 26:18, 27:20, 30:22, 33:24. Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Zug; 2-mal 2 Minuten gegen Rotweiss Thun. – Zug: Ort/ Kaiser; Ravlic (1), Traber (5), Scherer (9/3), Egli (6), Stutz, Csebits (5), van Polanen, Kähr (5), Gwerder (2), Kägi, Smitran (1), Hess (1).

Finalrunde, Rangliste, Top 3: 1. Spono Eagles  28 (+124). 2. Brühl 24 (+88). 3. Zug 22 (+83).

Cup: Spono wirft zähes Zug aus dem Cup

Die Spono Eagles schlagen den LK Zug mit 35:30 und ziehen in den Cup-Halbfinal ein. Dort wartet Ende März der RW Thun, mit dem die Nottwilerinnen noch eine Rechnung offen haben.

Der Cup-Viertelfinal zwischen den Spono Eagles und dem LK Zug war bereits seit einigen Minuten zu Ende, als nochmals Jubel durch die SPZ-Halle brandete. Auch Urs Wey, der Präsident der Spono Eagles, ballte die Faust und stiess einen Freudenschrei aus. Auslöser der positiven Emotionen war die Ziehung der Halbfinal-Paarungen, die unmittelbar nach Spielschluss auf dem Platz durchgeführt wurden.

Fabienne Huber, die ehemalige SPL1-Torhüterin der Nottwilerinnen, amtete als Glücksfee, und sie machte das ganz im Sinne ihres Vereins. Am Mittwoch, 28. März, kommen sie in der Vorschlussrunde des Schweizer Cups gegen RW Thun wieder in den Genuss eines Heimspiels. «Ein sehr gutes Los», sagte Wey, der vor allem froh ist, dass seinem Team die Fahrt zum grossen Rivalen Brühl erspart bleibt. Die St.Gallerinnen messen sich im anderen Halbfinal mit Kreuzlingen.

«Das sind Wadenbeisser, diese Zugerinnen»

Bevor sich Spono gespannt der Auslosung widmen konnte, hatten sie Schwerarbeit zu verrichten – der LK Zug war der erwartet zähe Gegner. «Wir wussten, dass es keine klare Sache wird. Ich bin kaputt. Das sind Wadenbeisser, diese Zugerinnen», sagte Nottwils Rückraumspielerin Lisa Frey und lächelte. Nachdem die erste Phase bis zur 20. Minute (10:10) äusserst ausgeglichen verlaufen war, setzte das Heimteam zum Zwischenspurt an und distanzierte den LKZ bis zur Pause auf 20:14. «Eine Machtdemonstration», stellte einer der 400 Zuschauer fest und traf damit den Nagel auf den Kopf. Die Wucht und die Variabilität des Nottwiler Angriffs waren beeindruckend, die Zugerinnen wurden vorübergehend überrollt.

Aber eben: Zug ist kein Team, das sich durch einen solchen Rückstand den Mut nehmen lässt. Nach dem Seitenwechsel wuchs der Rückstand zwar mehrmals auf sieben Einheiten an, doch jede Schwächephase der Nottwilerinnen wussten die Gäste sofort auszunutzen. Näher als auf drei Treffer (33:30) kamen sie aber nicht mehr heran, zu abhängig waren sie im Angriff von Topskorerin Sibylle Scherer, und deshalb dominierte am Ende die Enttäuschung. «Wir wollten an die Leistung des Brühl-Spiels anknüpfen. Wir haben aber nicht genügend Druck auf das gegnerische Tor entwickeln können», erklärte Catherine Csebits.

«Das sind Wadenbeisser, diese Zugerinnen»

Lisa Frey | Spielerin Spono Eagles

Sie, die Spielmacherin, die vorgestern ihren 19. Geburtstag feierte, könnte dies in naher Zukunft ändern. Von einem Ermüdungsbruch im rechten Fuss genesen, hat sie in diesem Jahr die ersten Einsätze für Zug absolvieren können. Zu lange hatte sie die Symptome im Fuss ignoriert, «weil ich nach meinem Wechsel nach Zug Leistung bringen und auf Titeljagd gehen wollte», wie sie sagt. In der Vorbereitung im August wurde dann aber klar, dass eine Pause unumgänglich ist. Csebits, die vor ihrem Engagement in Zug ein Ausbildungsjahr in einer dänischen Handball-Akademie verbrachte, kann mit ihrem Tempo und ihrem Spielwitz die offensive Unberechenbarkeit der Zugerinnen steigern.

Der Fokus des LK Zug gilt nun der Meisterschaft (SPL1). In der am nächsten Wochenende beginnenden Finalrunde möchten die Zugerinnen die Playoff-Finals erreichen – vier Punkte beträgt der Rückstand auf den finalberechtigten Platz zwei. Die Spono Eagles können derweil weiterhin vom Double träumen, es wäre das zweite in der Vereinsgeschichte nach jenem im Jahr 2001.

Auf dem Weg in den Cupfinal gilt es als Nächstes, Rotweiss Thun auszuschalten. «Zu Hause sind wir nochmals eine Klasse besser», freut sich Lisa Frey auf das Highlight von Ende März. Auch dann dürften die Spono ­Eagles wieder auf einen unan­genehmen Aussenseiter treffen. Die Berner Oberländerinnen, seit Jahren die Nummer vier der Schweiz, schlugen vor exakt einem Jahr die Nottwilerinnen im Cup-Halbfinal in Olten über­raschenderweise mit 25:19.

Stephan Santschi | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Frauen, Schweizer Cup

Viertelfinals: Spono Eagles – LK Zug 35:30 (20:14). Leimental (NLB) – Kreuzlingen (NLA) 31:32 (17:17). Stans (NLB) – Brühl St.Gallen (NLA) 25:55 (9:29). GC Amicitia Zürich (NLA) – Rotweiss Thun (NLA) 21:23 (11:13) – Halbfinals (Mittwoch 28. März): Spono Eagles – RW Thun. LC Brühl – Kreuzlingen.
Spono Eagles – LK Zug 35:30 (20:14)
SPZ, Nottwil. – 400 Zuschauer. – SR Brunner/Salah. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Spono; 3-mal 2 Minuten gegen Zug. – Spono Eagles: Schüpbach/Troxler (31. bis 44.); Irman (3), Matter (3), Wyder (7), Ljubas (1), Heini (2), Ramseier (4), Frey (6); Wick (6/5), Aselmeyer (2), Calchini (1), Spaar. – LK Zug: Kaiser/Betschart (ab 31.); Egli (2), Gwerder, Ravlic, Scherer (12/8), Traber (4), Smitran (5), Müller; Stutz, Kägi (2), Kähr (3), Csebits (2). – Bemerkung: Wick wirft Penalty an den Pfosten, trifft im Nachschuss (3./0:0).

 

Zurück
Abonnieren
Peter Stutz

 

 

Ressorts anzeigen

 

 

SPL1: LK Zug darf feiern

Die Handballerinnen des LKZ (SPL1) feierten zum Qualifikationsabschluss einen 31:16-Kantersieg bei Schlusslicht GC Amicitia Zürich.

Die Partie war bereits zur Pause entschieden, als der Favorit mit sieben Toren Differenz (13:6) führte. Erfolgreichste Werferin bei den Zugerinnen waren Nives Egli (6) und Charlotte Kähr (5). Der LKZ startet mit 20 Punkten (10 Siege; 4 Niederlagen) in die Finalrunde. Angeführt wird die Rangliste von den Spono Eagles (26) und Brühl (24). Der Vierte im Bunde, Rotweiss Thun, hat 18 Zähler erspielt. Es bleibt also spannend im Kampf um den Playoff-Final.

«Wir sind unseres Glückes Schmied. Es ist vieles möglich»

Peter Stutz | Co-Trainer LKZ

Der LKZ hat intakte Chancen, das Endspiel zu erreichen. In den Direktduellen kann er sich die Big-Points erspielen. Co-Trainer Peter Stutz: «Wir sind unseres Glückes Schmied. Die Hypothek von vier Zählern auf die Ostschweizerinnen können wir wettmachen. Es ist vieles möglich.» Bis Redaktionsschluss war nicht bekannt, wann die Finalrunde startet. (mwy)

Schweizer Cup Frauen: Wer schafft den Einzug in die Halbfinals?

Am 3. und 4. Februar stehen die Viertelfinals im Schweizer Cup der Frauen auf dem Programm. Noch sind zwei Mannschaften aus der SPAR Premium League 2 im Wettbewerb, auch der amtierende Cupsieger LC Brühl hat noch die Chance seinen Titel zu verteidigen.

Dafür muss der letztjährige Sieger zum SPL2-Team des BSV Stans reisen. In der Innerschweiz soll aus Sicht der erfolgsverwöhnten St. Gallerinnen der nächste Sieg eingefahren werden. Brühl ist bei den unterklassigeren Nidwaldnerinnen klarer Favorit, der heimische BSV wird aber alles in die Wagschale werfen, um eine Sensation zu schaffen. Anwurf im Steinli in Stans ist am Samstag um 17.30 Uhr.

Einen echten Kracher gibt es am Sonntag im SPZ in Nottwil zu sehen. Meisterschaftsleader Spono Eagels empfängt um 17 Uhr Finalrundenkonkurrent LK Zug. Für einen der beiden ambitionierten Clubs wird bereits im Viertelfinal Schluss sein. Geht man nach den jüngsten Meisterschaftsergebnissen, dann sind die Gastgeberinnen favorisiert; die Eagles siegten 17/18 bislang zweimal gegen Zug (32:24, 34:32).

Eine spannende Affiche findet am Samstag um 16 Uhr im Spiegelfeld in Binningen zwischen der HSG Leimental (SPL2) und dem HSC Kreuzlingen statt. Für beide Teams geht es um die erstmalige Halbfinal-Qualifikation der Vereinsgeschichte. Gleichzeitig ist das Duell auch eine Art Generalprobe für die in einer Woche startende Auf-/Abstiegsrunde, in der sich beide Teams wieder gegenüber stehen werden.

Dass vierte Viertelfinal tragen GC Amicitia Zürich und Rotweiss Thun aus. Die Gastgeberinnen winkt bei zwei weiteren Siegen der Cupfinal in der Heimhalle. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, muss gegen die Berner Oberländerinnen aber eine herausragende Leistung her. Thun hat sich in den letzten Monaten dem Schweizer Spitzentrio angenähert und will die Finalqualifikation aus dem Vorjahr wiederholen. Los geht's in der Zürcher Saalsporthalle am Samstag um 18 Uhr.

Quelle: Matthias Schlageter

SPL1: Letzter Auftritt vor der Finalrunde

Der LK Zug trifft morgen zum Abschluss der Qualifikation in der SPL1 auswärts auf GC Amicitia Zürich.

Von den Zugerinnen (3. Rang, 18 Punkte) sind zwei Punkte gefordert, damit man mit der Tabellenspitze (1. Spono, 24 Punkte; 2. Brühl, 22 Punkte) in Tuchfühlung bleiben kann. Alles andere als ein klarer Erfolg wäre nach dem Sieg über Brühl im Spitzenspiel (32:31) vom letzten Wochenende eine grosse Enttäuschung und ein herber Rückschlag im Kampf um den Playoff-Final. Die Partie in der Saalsporthalle Zürich beginnt um 16 Uhr. Die anschliessende Finalrunde wird mittels einer vierfachen Runde (12 Partien) gespielt. Die Teilnehmer stehen bereits fest: Zug, die Spono Eagles, Brühl und Rotweiss Thun.

Die zweite Mannschaft des LK Zug spielt morgen das letzte Qualifikationsspiel der zweithöchsten Liga bei Goldach-Rorschach, dem Tabellenfünften (18.15, Wartegg, Goldach). Das Team von Trainer Christoph Sahli ist bereits Qualifikationssieger, darf aber nicht an den Aufstiegsspielen teilnehmen: Reservemannschaften ist das gemäss Reglement untersagt. (mwy)

Cup: Mühlethaler warnt vor dem LK Zug

Urs Mühlethaler hat seinen Vertrag bei den Spono Eagles verlängert, Zugs Damian Gwerder gab den Rücktritt in der SPL 1 bekannt. Heute Sonntag treffen sich die beiden Trainer zum Cup-Viertelfinal in Nottwil.

Stephan Santschi | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

«Es düecht mi o, ja.» Im Bernerdialekt reagiert Urs Mühlethaler auf die Bemerkung, dass es für ihn allmählich an der Zeit für einen Sieg im Schweizer Cup wäre. Egal, wo der reich dekorierte Handballfachmann engagiert war, zu einer Trophäe in diesem Wettbewerb reichte es nicht. Mit den Spono Eagles nimmt er nun einen neuen Anlauf – die nächste Etappe steht heute Abend (17 Uhr, SPZ) auf dem Programm, wenn der LK Zug im Viertelfinal zu Gast ist. Nottwil geht als Favorit in das Derby, die beiden Duelle in der Meisterschaft gewann es mehr oder weniger problemlos. Mühlethaler warnt jedoch eindringlich vor dem Gegner: «Die Zugerinnen sind hartnäckig und erinnern mich etwas an die Deutschen im Fussball. Sie sind erst geschlagen, wenn sie unter der Dusche stehen.»

Derzeit befindet sich der LKZ im Neuaufbau nach einem Umbruch, der 2016 eingeläutet und im letzten Sommer nochmals akzentuiert worden ist. Einfach so lassen sich die Zugerinnen von der höher dotierten Konkurrenz aus Nottwil und Brühl St.Gallen aber nicht abschütteln. Nach dem Sieg in der Meisterschaft zuletzt gegen Brühl hoffen sie mit vier Punkten Rückstand auf Platz zwei weiterhin auf den Einzug in den Playoff-Final. Im Cup möchten sie derweil den Spono Eagles ein Bein stellen. «Bei uns ist eine Aufwärtstendenz erkennbar, alle Spielerinnen sind ein Treppchen nach oben gestiegen. Sollte Nottwil nicht sein volles Potenzial abrufen können, werden wir da sein», sagt Damian Gwerder.

Gwerder bleibt als Nachwuchsförderer in Zug

Auf ihn, den 54-jährigen Muota­thaler an der Seitenlinie, ist die erwähnte Hartnäckigkeit des LKZ im Besonderen zurückzuführen. Zu vier Meistertiteln und zwei Cupsiegen führte er das Team während seiner Tätigkeit, die Ende Saison nach zehn Jahren auf eigenen Wunsch enden wird. Christoph Sahli, Noch-Trainer der zweiten Equipe Zugs in der SPL 2, wird ihn dann beerben. Gwerder allerdings, so verrät er jetzt, wird den Klub nicht verlassen. «Ich werde nächste Saison im Bereich der SPL 2 und im U18-Nachwuchs als Assistent junge Spielerinnen weiterentwickeln.» Andere Angebote habe es gegeben, «meinen Entscheid, zu bleiben, fälle ich für die Familie». Seine Tochter Alina, von zwei Kreuzbandrissen genesen, möchte er als Coach und auch als Chauffeur bei ihren Comeback-Bemühungen unterstützen.

Während Gwerder sein Engagement auf Stufe SPL 1 also bald beenden wird, hat sein Nottwiler Antipode den Vertrag in dieser Woche um zwei Jahre verlängert. Mühlethaler, seit 2014 im Amt, will seine Arbeit bis 2020 weiterführen und wäre dann an seiner ersten Stelle im Frauenhandball so lange engagiert wie nirgendwo davor in seiner Laufbahn als Trainer. «Beim BSV Bern waren es zwar insgesamt sechs Jahre, aber nicht wie in Nottwil an einem Stück», sagt er und erklärt seine Treue für die Adler vom Sempachersee so: «Ein traditioneller Dorfclub, der ein traditioneller Dorfclub bleiben, aber auch Leistungssport betreiben will, erzeugt ein Spannungsfeld. Das meistern wir in Nottwil gut. Das ist auch als grosses Lob an den Vorstand zu verstehen.»

Für Spono schläft Schüpbach auf dem Sofa

Möglich werden so Transfers wie jener der Champions-League-­erfahrenen Neli Irman oder der ­talentierten Lea Schüpbach. Letztere ist eine 20-jährige Torhüterin von Yellow Winterthur, die seit ihrem Wechsel nach Nottwil vor ein paar Monaten positiv auf sich aufmerksam macht. «Sie hat sich erstaunlich schnell integriert. Lea überzeugt mit Unbekümmertheit, Aggressivität und Biss», findet Mühlethaler. Ursprünglich als Nummer drei geholt, hat sie aus dem Trio mit Tamara Aegerter und Laila Troxler mittlerweile am meisten Einsätze zu verzeichnen. Mitte Februar ist die ehemalige Nachwuchsinternationale sogar erstmals zu einem Lehrgang des Schweizer A-Nationalteams aufgeboten worden. Schüpbach selber spricht von einem anderen Wind, der in der SPZ-Halle wehe, und meint damit in erster Linie den fordernden Trainer. «Bei Urs darf man es sich nicht erlauben, im Kopf mal nicht bereit zu sein. Es braucht immer volle Konzentration.» Mühlethaler verlange von ihr, im Tor nicht nur den Fuss zu lupfen, sondern mit der Gegnerin zu spielen, sie zu übertölpeln und ihr nach erfolgreicher Parade die Faust entgegenzustrecken – auch heute, gegen den LKZ, den sie im Heimspiel Ende September mit einer Abwehrquote von 46 Prozent zur Verzweiflung brachte.

Schüpbachs Wille, im Handball weiterzukommen und dereinst das Glück im Ausland zu versuchen, offenbart sich auch in ihrer aktuellen Wohnsituation. Derzeit schläft sie in St.Erhard in der Wohnung von Kreisläuferin Carina Aselmeyer auf dem Sofa, «mein Wechsel nach Nottwil kam recht spontan zustande», erklärt sie schmunzelnd. Nun suchen die beiden ehemaligen Winterthurerinnen in Sursee nach einer grösseren, komfortableren Wohnung, um eine WG zu bilden.

Schweizer Cup, Viertelfinal

Sonntag, 04. Februar 2017, 17:00 Uhr
Spono Eagles – LK Zug
Nottwil SPZ

SPL1: Lange gezittert und noch gejubelt

Der LK Zug bodigt Brühl St. Gallen mit 32:31. Die Zugerinnen haben eine tolle erste Halbzeit gezeigt, dann sind sie temporär eingebrochen. Doch mit vereinten Kräften fanden sie wieder ins Spiel zurück

«Wir sind zurück im Kampf um den Playoff-Final. Eine starke Leistung war das», freute sich LKZ-Spielerin Martina Traber (23, Rückraum) nach dem siegreichen Spiel am Samstag gegen Brühl. Das Team des Trainerduos Damian Gwerder/Peter Stutz besiegte die Ostschweizerinnen in einem an Spannung kaum zu überbietenden Duell in der Zuger Sporthalle mit 32:31 (20:12). Den Siegestreffer in der Sporthalle vor 220 Fans gelang Yael Gwerder (22, Rückraum) sechs Sekunden vor Schluss. Martina Traber, die fünf Treffer gegen Brühl erzielte, meinte weiter: «Wir sind happy und erleichtert, dass wir die beiden Punkte in Zug behalten konnten. Doch es war ein Zittersieg, der nicht hätte sein müssen.»

Stimmt. Zur Pause führte der LKZ nach beeindruckenden 30 Minuten nämlich mit 20:12. Traber: «Wir haben den Start in Durchgang zwei völlig verschlafen und Brühl wieder ins Spiel kommen lassen. Wir sind letztendlich mit einem blauen Auge davongekommen.» Rekordmeister Brühl konnte bis zur 38. Minute auf 20:23 verkürzen. Die Spannung war zurück.

«Der Sieg war verdient und enorm wichtig.»

Peter Stutz | Co-Trainer LK Zug

Am Schluss noch eine enge Angelegenheit

Die weitere Torfolge bestätigt, dass der Ausgang der Partie auf Messers Schneide stand: 26:24 (45. Minute); 29:27 (51. Minute) und 31:29 (54. Minute). Trotz des erstmaligen Ausgleichs (31:31; 56. Minute) bewahrte der LKZ im Schlussfinish kühlen Kopf, auch dank den beiden wichtigen Paraden (58.; 59. Minute) der 23-jährigen Torhüterin Marion Ort, welche Brühls erstmalige Führung verhinderte.

Letztendlich waren die beiden Punkte wichtig, die nun die Zugerinnen wieder auf den Playoff-Final hoffen lassen. Dank dem neunten Sieg im 13. Spiel hat der LK Zug nur noch vier Zähler Rückstand auf die zweitplatzierten Ostschweizerinnen. «Mit der Leistung in der ersten Halbzeit können wir sehr zu­frieden sein. An diesen Auftritt im ersten Durchgang gilt es in den kommenden Spielen anzuknüpfen, dann können wir mit den beiden Topteams Spono ­Eagles und Brühl mithalten. Dass wir viel Qualität haben, zeigten wir heute phasenweise», so LKZ-Topskorerin Sibylle Scherer (26, Rückraum). Mit neun Treffern steuerte sie in einem überzeugenden Kollektiv viel zum Sieg bei.

Auch Routinierin Soka Smitran (34, Kreis) konnte sich mit sechs Toren auszeichnen. Gefreut hatte sich auch Co-Trainer Peter Stutz (55): «Der Sieg war verdient und enorm wichtig. Mit dem LKZ ist wieder zu rechnen. Es war kein einfaches Spiel für uns, denn wir mussten unbedingt siegen. Das Team zeigte grossen Charakter.» Der Blick auf die Tabelle ist auch Zuger Sicht wieder vielversprechend. Eine Runde vor Qualifikationsschluss liegt der LKZ mit 18 Punkten an dritter Stelle.

Das nächste Spiel für den LKZ ist eine Pflichtaufgabe

Souveräner Leader sind die Spono Eagles (24 Punkte), dahinter liegt Brühl (22 Punkte), die wieder in Zugs Reichweite sind. Zum Abschluss gastiert der LKZ am nächsten Samstag (16 Uhr, Saalsporthalle) bei GC Amicitia Zürich. Zwei Punkte sind Pflicht. Die Zürcherinnen liegen mit nur gerade drei Punkten aus 13 Partien am Tabellenende. In der Rangliste der Top 4 in der SPL1 stehen die Spono Eagles, Brühl St. Gallen, der LK Zug und Rotweiss Thun. Diese vier Teams haben sich gleichzeitig schon eine Runde vor Schluss der Qualifikationsrunde für die Finalrunde qualifiziert.

Michael Wyss | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zug – Brühl St. Gallen 32:31 (20:12)

Sporthalle. – 220 Zuschauer. – SR Castineiras, Zwahlen. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Zug. – Zug: Betschart/Ort; Ravlic; Traber (5), Scherer (9/2), Müller, Egli (4), Stutz, Csebits (1), Van Polanen, Kähr (4), Gwerder (3), Kägi, Smitran (6).

Tabelle SPL 1

1. Spono Eagles 24 Punkte (404:288). 2. Brühl 22 (391:305). 3. LK Zug 18 (395:337). 4. Rotweiss Thun 18 (355:305). –Die Punkte und das Torverhältnis werden in die Finalrunde (12 Partien) mitgenommen.