HSG Aargau Ost – LK Zug   31:38  (14:18)

Die Aargauerinnen verlieren zwar alle Spiele gegen die Top 5 der Liga, doch sie kommen nie unter die Räder wie ihre Kantonsrivalinnen von Aareland oder Rotweiss Thun. Man ist also gewarnt, sie nicht zu unterschätzen, denn an einem guten Tag können sie durchaus mithalten. Unser letzter richtig guter Tag liegt hingegen schon eine Weile zurück und die Souveränität von Anfangs Saison ist längst verflogen. Unser Problem war noch nie der Angriff, der regelmässig für viele Tore gut ist, sondern unsere leicht verwundbare Abwehr. Wenn wir hinten nicht richtig zupacken, könnte auch die HSG Aargau Ost gefährlich werden. Dessen waren wir uns bewusst und versuchten dies zu verhindern.

Wir starteten mit einer 6:0-Deckung, welche aber nicht perfekt funktionierte. Wir suchten zu wenig den Kontakt zu den Angreiferinnen, die ungehindert aus der zweiten Reihe leichte Tore werfen konnten. Trotzdem gerieten wir nie in Rückstand, konnten die Aargauerinnen aber auch nie wirklich distanzieren. Nach 20 Minuten stellten wir auf eine 3:3-Deckung um. Da wir nicht konsequent zupackten und Löcher stopften, gelangten die Gegnerinnen immer wieder zu Durchbrüchen, weil wir die entscheidenden 1:1-Situationen zu spät auslösten und somit verloren. Einige unserer eigenen Versuche im Angriff knallten an Latte oder Pfosten sowie Fehlwürfe aus der zweiten Reihe trugen dazu bei, dass wir nur mit einem 14:18-Vorsprung in die Pause gingen.
Das erlaubte es den Aargauerinnen immer wieder, neuen Mut zu schöpfen, zumal wir wieder Anlaufschwierigkeiten hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit. Bis auf zwei Tore rückten sie uns auf die Pelle. Die letzte Viertelstunde gehörte dann aber uns, als wir das Angriffsspiel der Aargauerinnen endlich konsequenter und aufsässiger störten. Der letztlich klare 31:38- Sieg täuscht aber. Wenn unsere Torgarantinnen freien Auslauf erhalten, werfen wir in der Regel an die 40 Tore. Das weiss man beim HVH, bei GC, Brühl und Spono längstens) Und wenn wir  lasch verteidigen, erhalten auch wir regelmässig viele Tore, und 31 Gegentore gegen den Drittletzten sind gefühlte 10 zu viel.