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LK Zug - Spono Nottwil 23 : 30
Nottwil tritt wie verwandelt auf und schlägt Zug klar. Der Playoff-Final findet wohl ohne den Titelverteidiger statt. Der Auftritt von Spono liess keine Zweifel offen: Die Nummer eins im Zentralschweizer Frauenhandball ist wieder in Nottwil beheimatet. 30:23 gewannen die Luzernerinnen das Derby gegen den LK Zug. Nichts war mehr zu spüren von der Nervosität, welche sie zuletzt immer dann blockierte, wenn gegen die Zugerinnen eine bedeutungsvolle Partie anstand. Im Mai 2010 hatte Spono die fünfte und entscheidende Partie im Playoff-Final verloren. Und Mitte Januar schöpfte der LKZ dank dem 26:24-Sieg in Nottwil wieder Hoffnung auf Platz zwei in der aktuellen Saison.
Diese Rangierung, welche gleichbedeutend mit der Qualifikation für den Playoff-Final ist, müssen sich die Titelverteidigerinnen nun wohl definitiv abschminken. Zugs Rückstand auf Nottwil beträgt nämlich bereits sechs Punkte. Zug ohne Überzeugungskraft «Wir haben zu viele Bälle verschenkt, und wir waren im Abschluss zu wenig konsequent. Mit Ausnahme von Claudia Bär habe ich mich auf keine Spielerin verlassen können», bemerkte Zug-Trainer Damian Gwerder. Seine Equipe liess für einmal Leidenschaft und Überzeugungskraft vermissen. Ganz anders Nottwil. Jenes Team, das sich in einer richtungsweisenden Begegnung oft selbst im Weg steht, trat diesmal ungemein souverän auf: Die Chancenauswertung war ausgezeichnet, die gewohnt solide Abwehr konnte sich diesmal auch auf Goalie Fabienne Huber verlassen (14 Paraden), und aus dem Kollektiv ragte mit Flaka Dervisaj sogar noch eine Individualistin heraus: Die 20-Jährige liess im linken Rückraum mit sechs Treffern ihre Shooter-Qualitäten aufblitzen. «Das war meine beste Saisonleistung», freute sich Dervisaj. Und sie fügte an: «Wir haben so viele verschiedene Spielsysteme, dass uns Zug nicht ins Zittern bringen konnte.» Nun kommt der LC Brühl In der Tat fand die sonst sehr effektive 3:2:1-Abwehr der Zugerinnen kein Mittel gegen Nottwils Spielwitz. «Bei uns geht von allen Positionen Gefahr aus. Es konzentriert sich nicht alles auf zwei, drei Spielerinnen wie bei Zug. Das war ein dominanter und eindrucksvoller Auftritt», schwärmte Spono-Trainer Alex Ernst. Für ihn steht fest: «Wenn wir unser Potenzial abrufen, sind wir nur schwer zu stoppen. Es scheint, als ob wir zum richtigen Zeitpunkt topfit werden.» Am kommenden Samstag, im Heimspiel gegen den tadellosen Leader LC Brühl, können die Nottwilerinnen zeigen, dass für sie heuer sogar die Nummer eins in der Schweiz drinliegen könnte. Stephan Santschi
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Quelle: Neue Zuger Zeitung vom 14.02.2011
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